Freitag, 9. November 2012

Adventskalender

Ein weiteres work in progress Foto...




... diese Flut an im Entstehen begriffenen "Projekten" hat zwei Ursachen. 

Zum einen kann ich mich im Augenblick nicht entscheiden, womit ich meine Freizeit am liebsten verbringe: Nähen, Porzellan bedrucken, backen... dementsprechend fange ich alles ein bisschen an, bringe aber nichts zu Ende. 

Zum anderen hält sich meine Freizeit, die ich wirklich zuhause verbringe, zur Zeit leider sehr in Grenzen. Was eigentlich toll ist, denn das bedeutet, dass wir viel unternehmen.

Ich ziehe deswegen ernsthaft in Erwägung, zumindest meine Nähmaschine mit in meine Pendelheimat zu nehmen, um dort die Abende nutzen zu können. Das einzige, was mich davon abhält, ist, dass sie mir hier dann die restlichen Abende der Woche abgehen wird. 
So geht es mir nämlich schon mit anderen Dingen, Büchern, Kleidung, Kosmetik. Tja, das scheint das Los von Pendlern zu sein.

Aus diesem nahezu undefinierbaren Haufen an Bändern und Stoffen wird der Adventskalender für den Kerl, daher habe ich mich auch für gedeckte, männliche Farben entschieden. Mit schwarz, weiß und grau kann man da - wie ich finde - nicht viel falsch machen.





Anfang Dezember wird es den Adventskalender, den fertig zu stellen ich glücklicherweise gezwungen bin, dann befüllt zu sehen geben :)



Sonntag, 21. Oktober 2012

Autumn Love

Ich steh ja auf englische Titel. Irgendwie klingt da alles blumiger, spannender und macht (zumindest mich) meist neugierig. Und ja, ich bin so jemand, der gern mal ein englisches Wort in einen Satz hineinbaut. (Mag aber auch daran liegen, dass wir im Büro eine ganz seltsame Mischung aus Sprachen sprechen, aber wenn man mit einer Schwedin, einem Franzosen, einer halben Spanierin und einer Amerikanerin zusammen arbeitet, auch kein Wunder, oder? 
Jedenfalls mag ich diesen Herbst. Er kommt mir farbiger vor als die vorangegangenen. Bunter, sonniger und mit besserer Laune verbunden. 
Und wenn die Sonne lacht und die Blätter fallen und noch dazu auch noch Wochenende ist - dann findet man die Münchner ganz sicher im englischen Garten. Man flaniert, spielt Fußball, isst das letzte Eis der Saison und sieht und wird gesehen. München halt ;) 
Ich mag auch gar nicht lange weiter philosophieren, aber heute, mit Kamera und Chai Latte bewaffnet das Wochenende in Münchens grünstem (und momentan in allen Herbstfarben leuchtendem) Fleckchen ausklingen lassend , da ging mir mein Herz auf, als ich ihn hier gesehen, beobachten und mit der Kamera festhalten konnte. 
Und deswegen auch der Titel des zwar sehr sinnfreien, aber liebevoll gemeinten Posts. Autumn Love. Klingt schöner als Herbstliebe, oder? ;) 
Habt einen wundervollen Sonntag Abend und einen guten Start in die Woche! 
xx Judy

Sonntag, 14. Oktober 2012

Happy Birthday

Es muss während der Kollegstufe gewesen sein, dass wir anfingen, Judith Judy zu nennen.

Nur kurz darauf erzählten meine Eltern mir von ihren Diskussionen vor meiner Geburt über die Namensgebung. Mama wollte mich Laura taufen, Papa favorisierte Judith. Dies wiederum lehnte meine Mama ab, mit der Begründung, Tarzans Affe hieße Judy und diesen Spitznamen wolle sie mir ersparen. 

Und bald wurde Judith also nicht nur zu Judy, sondern zu Affenmädchen Judy.

Wiederum kurz darauf sahen wir in einer vox Reportage etwas über Bonobo-Affen. Beeindruckend große Tiere, die sich dadurch auszeichnen, dass sie viel und vielfältig Sex haben. Gefundenes Fressen für uns. 

Von da an war Judith Fräulein Judy Bonobo.

Da sag nochmal einer, Kinder können gemein sein. Große Kinder können das auch.

Während ich anlässlich Judys Geburtstag an die gemeinsam verbrachte Zeit dachte, fiel mir diese Geschichte wieder ein. Und aufeinmal war mir klar, welcher Geburtstagskuchen es werden sollte. Ein Bananenkuchen.Ein Schokobananekuchen.











Zusätzlich zur kleinen Torte war noch Teig für Cupcakes über...
 





Und abschließend noch eine nette kleine Geschichte. Nun ja, für mich ist sie nicht ganz so nett. Ich hatte die letzten 8 Jahre eine sehr treue Begleiterin, von der ich momentan temporär getrennt bin. Meine heiß geliebte Kitchen Aid.
Meine Küche ist so leer ohne sie und das Backen macht auch nicht mehr so viel Spaß. 

Falls Ihr Euch das ersparen wollt: die Artisan rührt keinen Hefeteig mit 750 g Mehl! Ich habe das exklusiv für Euch getestet!

Die gute Nachricht ist: der Mensch vom Service hat gesagt, er kriegt's wieder hin. Ich hoffe, er behält recht!

Wo das Nette an der Geschichte bleibt? Meine Kitchen Aid hat den Geist ein paar Tage nach Judiths Geburtstag aufgegeben, zu dem sie - genau - eine Kitchen Aid bekommen hat.



Mittwoch, 10. Oktober 2012

Porzellanstempelei

Während ich gestern am Schreibtisch saß und meine Gedanken abschweiften, kam mir ein Geistesblitz.
Bereits seit einigen Wochen liebäugele ich mit einem bunt bedruckten Geschirr, das es bei Impressionen gibt. Dieses ist im Augenblick allerdings nicht lieferbar, mir bleibt demnach nichts anderes, als es selbst zu versuchen. Weil meine Hand aber nicht ruhig genug ist, um ein kleinteiliges Muster freihändig aufzutragen, musste ich eine andere Lösung finden.

Und die hab ich gefunden. 
Letztes Jahr im Sale habe ich bei Muji ein Stempelset mit den unterschiedlichsten Größen und Formen von Schneekristallen erstanden. Manche sind schneekristalliger als andere und einige ergeben ein neutrales, unweihnachtliches Muster.

Genau wie bei der Tortenplatte kann ich auch hier nur work-in-progress Fotos liefern, ich feile noch an der Portionierung der Farbe und am möglichst ebenmäßigen Auftragen.




 


Dieses Dipschälchen hat seit gestern abend einen - ungleichmäßigen - lilanen Rand und wird heute mit einem grünen oder roten Muster bestempelt.

Vielleicht bringe ich die Geduld auf, und kann ein ganzes Set bedrucken :) Das ist auf jeden Fall die perfekte Beschäftigung für regnerische Abende, und davon wird es in den kommenden Wochen viel zu viele geben!

Und wenn ich erstmal meine Buchstabenstempel hervor hole...



Mittwoch, 3. Oktober 2012

Tortenplatte

Ich habe es getan! 

Endlich habe auch ich mich daran getraut, eine ursprünglich - naja, sagen wir mal nicht ganz so schöne, jedenfalls aus der Mode gekommene - Tortenplatte zu recyclen.

Dieses gelbbraune Glas ist ein Relikt aus den tiefsten 70ern, oder? Die Platte im gelben Urzustand stand als Obstteller sogar einige Zeit in meiner Küche und machte sich mit roten Äpfeln ganz gut.


Als ich vor einigen Wochen mit einer Freundin auf dem Flohmarkt war (und bereits morgens um 7 samt aller zu verkaufenden Sachen pitschpatschnass wurde), war eines der ersten Dinge, die diese Freundin aus dem Auto holte. Die Aussicht auf diese Platte war es dann auch, was mich trotz nasser Füße und kalter Nase den Vormittag überstehen ließ!

Der Regen veranlasste uns schließlich zu dem Tauschgeschäft, durch das ich zu dieser Platte kam. Ich habe eine flauschige, warme Mütze, die ich zum Verkauf dabei hatte, gegen diese Platte (die außer mir auch niemand kaufen wollte) getauscht.




Es dauerte eine Weile, bis ich auf einen matt-weißen, deckenden Lack, der auch für Glas geeignet ist, stieß, aber im Künstlerbedarf Boesner wurde ich fündig. In Baumärkten hatte ich übrigens kein Glück, deshalb der ausdrückliche Verweis auf den Künstlerbedarf.




Da das Schätzchen heute frisch lackiert wurde, gibt es nur work-in-progress Fotos, spätestens am Wochenende erstrahlt die Platte aber samt Torte in vollem Glanz, denn dann gilt es, Judys Geburtstags angemessen zu feiern!

Ich freu mich schon :)

Montag, 1. Oktober 2012

An Tagen wie diesen..

Geh ma aufd Wiesn... ;)

Als Münchnerin (die "geborenen Münchner" mögen jetzt "Zuzogane" oder "Fast-Einheimische" sagen) , also zumindest als momentane Münchnerin, gibt´s für mich zu dieser Zeit des Jahres der Wiesn kein Entkommen. Ich muss sagen, meine Oktoberfest-Erfahrungen sind noch sehr jung, als strikte Bier-Verweigerin habe ich nie das Bedürfnis verspürt, mit 10.000 Bier-Begeisterten im Zelt zu feiern (ja - so groß sind die Zelte), vor allem weil auf dem Oktoberfest quasi ein Bier-Only-Gebot gilt, das heißt bei den Bedienungen macht man sich nicht beliebt, verlangt man Wasser, Apfelsaft-Schorle oder eventuell eine Wein-Schorle. Und erst als ich in Australien war, und Oktoberfest-Nachfragen immer unwissend verneinen musste, habe ich mir vorgenommen, dass wir das mal probieren, die Wiesn und ich... 
Und wir mögen uns. Wir mögen uns zwar am allerliebsten wenn kaum was los ist, schönes Wetter und ich viel Platz zum Fotografieren hab, aber auch so waren meine Erfahrungen immer gut bisher. Mit (biertrinkenden) Freunden feiern, neue Freunde kennenlernen und mit den zahlreichen "Ausländern" (und hier zählen alle, die nicht aus Bayern kommen, dazu ;)) über die lustigen und urigen Bräuche und Brauchtümer reden.
Jedenfalls hat das Oktoberfest seine schönen und seine Schatten-Seiten, und wenn es für mich nur die sind, dass die Parkplatzsituation eine KATASTROPHE ist, die Betrunkenen mir immer dann im Weg rumstehen, wenn ichs echt eilig hab und ich die internationale Interpretation von bayrischer Tracht echt gruselig finde.. :) 
Eine Bilderflut folgt, nicht wundern, vieles davon so idyllisch und einsam, weil ich am liebsten 1,2 Tage vor Eröffnung übers Oktoberfest strawanze um Fotos zu schießen.. 









Aber nach der Eröffnung war ich natürlich auch noch mal da ;) 




Man kann sicher geteilter Meinung über die Wiesn sein - aber ich mag sie, auch wenn ich doch nach 2 Wochen wieder froh bin, wenn Ruhe einkehrt und die Theresienwiese schön langsam Winter-Tollwood bereit gemacht wird - das ist nämlich definitiv auch einen Post wert ;) 
Have a good night, xx Judy 

PS. Danke für eure unterstützenden Worte. Ich fand es nicht angenehm bei Facebook für KONSTRUKTIVE Kritik und ehrliche Meinungsäußerung angegriffen und "gemobbt" zu werden. Um so schöner ist es zu lesen, dass ich nicht die einzige bin, die kritisch und dennoch distanziert und objektiv über diese Sache denkt. xx 

Samstag, 29. September 2012

Hab ich wohl vergessen zu erwähnen?!

Die Sache mit der Wahrheit im Internet ist ja so eine spezielle. 
Wer wirklich alles aus seinem Leben erzählen und zeigen wollte, könnte sich auch gleich 24 Stunden filmen lassen oder bei der neuen Big Brother Staffel (gibt´s das denn überhaupt noch?) mitmachen. Ein Blog aber bietet die Möglichkeit, selektiert Szenen aus seinem Leben zu zeigen (es sei dahingestellt, inwieweit die der Realität entsprechen oder einfach nur ins rechte Licht gerückt wurden) und sich zu präsentieren, wie man sich eben präsentieren möchte, Seiten an sich zeigen, die im Alltag untergehen oder nicht verstanden werden, was auch immer.  
Ein Blog erhebt jedoch nicht den Anspruch alles zu zeigen, die volle Wahrheit, das komplette Leben oder die Persönlichkeit des Autors, der Autoren. Das kann man, muss man aber nicht. Viele von uns werden das nicht tun, denn was hat man schon davon, wenn man das zerknautschte, ungeschminkte Gesicht zeigt, das man jeden Tag morgens im Spiegel sieht (hier danke ich immer kurz meiner Sehschwäche, dann ist der Anblick nicht ganz so scharf und  schockierend ;)) Oder den unaufgeräumten Kleiderschrank, den verkohlten Kuchen, das sind Dinge, auf die wir nicht besonders stolz sind, die müssen nicht extra erwähnt werden, jeder kennt sie. Stattdessen rückt man alles ins rechte Licht, zeigt die guten und schönen Seiten seines Lebens und versucht eine Inspiration zu sein. Mal wieder den Blick fürs Detail zum Leben zu erwecken. Man möchte ja für sein Leben/seinen Blog bewundert werden. Denn lasst uns ehrlich sein, schriebe ich es wirklich NUR für mich, dann würde das gute alte Tagebuch genügen. Oder meinetwegen ein Word-Doc auf meiner Festplatte. Stattdessen bloggen wir und kommentieren, und freuen uns insgeheim über jeden neuen Klick und Besucher. 
Ich stimme jedem zu, der sagt, das Glück muss aus einem selbst kommen, jeder Samen muss selbst sprießen und gedeihen, völlig richtig. Aber Sonne, Wasser und eine fruchtbare Erde helfen eben unglaublich dabei. Und man muss es sich ja nicht unnötig schwer machen ;) 

Ich weiß nicht mehr wie ich auf meinen ersten Blog gestoßen bin, aber es ist noch nicht allzu lange her (vielleicht 2 Jahre?) und ich habe mich dabei ertappt, wie ich diesen Blog regelrecht gefressen habe, alle vergangenen Posts in einer Nacht nachgelesen (zum Glück lese ich schnell ;)) und die Welt verflucht habe, das eben jene Bloggerin nicht meine Mutter sein konnte. Alles schien perfekt. Ihr Aussehen, ihre Deko, ihre Kuchen und Parties, ja sogar ihre Kinder, verdammt. Ich war schon ein bisschen neidisch. Dass ein Blog nicht ein komplettes Leben widerspiegelt, war mir dabei schon klar, aber man darf doch noch träumen? Und sich diese Perfektion und diesen wunderschönen Schein als Inspiration und geheimes Ziel nehmen? 
Das schöne und gleichzeitig "gefährliche" an der wunderbaren Welt der Blogger ist, dass man sich verlieren kann. Es gibt so viele nette Bloggerinnen da draußen (an alle Männer, es sei mir verziehen, aber ich habe DEN männlichen Blogger noch nicht für mich gefunden), viele scheinen perfekt und obwohl man sich nicht kennt, wie Freundinnen zu sein. Wobei ich meinen Freundinnen im "echten" Leben selten so viel (geschriebene) Liebe zukommen lasse, wie eben den virtuellen. Man lässt sich inspirieren und eifert nach. Und da beginnt die Gefahr. Verliert man sich, und eifert zu sehr nach - dann sieht man vielleicht auch nicht mehr, dass das was auf dem Blog steht, vielleicht nicht alles ist. Dass es da noch mehr gibt, etwas mit dem man sich vielleicht nicht identifizieren möchte.
Bei meinem ersten Blog ist das eben der Fall. Der Blog wurde bekannt und bekannter. Mehr und mehr Leser kamen dazu und immer professioneller wurde das Auftreten. Mir persönlich ist es egal, was die "ECHTHEIT" angeht - ich liebte und liebe die Deko, Style und Flohmarkt-Posts, den Rest hab ich überflogen, oft ausgeblendet und ignoriert. 
Ich finde es definitiv nicht wichtig, welcher Glaubensgemeinschaft man angehört oder ob überhaupt. Aber wenn man über Glaube und Religion schreiben möchte, muss man sich bewusst sein, dass Fragen dazu kommen. Und ob der richtige Weg ist, diese zu ignorieren, das wage ich zu bezweifeln. 
Dann lieber nicht darüber schreiben?! 
Viele identifizieren sich aber mit der Bloggerin und möchten alles wissen. Warum, frage ich mich? Um so zu werden? Glück lässt sich nicht erreichen, indem man glückliche Personen kopiert. Das habe ich selber ausprobiert und kann bestätigen, das funktioniert nicht ;) Aber viele versuchen die gleichen Wege zu gehen. Und verbirgt sich hinter den Blogs etwas, das vielleicht doch ein kleines Warnschild tragen sollte - dann ist eben dieser Weg ein möglicherweise gefährlicher. 
Joanna wurde nun angegriffen, dass ihr Blog ein Sprachrohr für eine religiöse Glaubensgemeinschaft ist, die wohl gemein wohl als "Sekte" bezeichnet wird. Nachdem ich den Artikel gelesen habe, und selber ein bisschen recherchiert habe, ist mir aufgefallen, dass dieses Thema schon 2009(!) aufgekommen war. Allerdings war der Blog da noch ein kleiner, unbekannter, da hat es wohl noch niemanden weiter interessiert - das Publikum war nicht in dem Maße vorhanden, in dem es jetzt ist. 
Jetzt aber lesen mehrere tausend Menschen regelmäßig diesen Blog, da ist eine Recherche hierzu wohl nicht verwunderlich. Dass dieses Thema jetzt wieder aufkommt und zwar wesentlich durchschlagender, ist da auch nicht verwunderlich. Erfolgreiche und bekannte Menschen sind nunmal viel interessantere Zielscheiben als der 0815 Normalos .. Da möchte ich auch nicht tauschen. 
Aber dann muss ich mir als Person der Öffentlichkeit (und das ist man nunmal zumindest mit der Blogger-Identität) auch Fragen und Kritik gefallen lassen und mir und meinen Lesern/Freunden(????) auch die Chance auf Wahrheit geben oder?
Auch wenn die Zeit nicht leicht ist, vielleicht hilft da einfach die Wahrheit. Und Kommunikation. Denn wie hab ich so schön gelernt: Man kann nicht NICHT kommunizieren. 
Und manchmal ist dann eben Schweigen die schlechteste Wahl des Kommunikationsmittels. Denn Freunde wollen gehört und verstanden werden, wenn sie Fragen haben. Und nicht ignoriert, gelöscht und ausgeblendet. 
Ob ich weiterlesen werde oder nicht? Ich denke ja. Ich bin aber gespannt wie die nächste Reaktion sein wird. Denn ich persönlich mag tot-schweigen nicht. Ich glaube nicht an dessen Wirkung. Aber ich glaube ja auch nicht an Handauflegen...




Freitag, 28. September 2012

Warmes Winterkleid...

... für mein neues Telefon.

Und von diesem Winterkleid für mein Telefon bin ich so angetan, dass ich es unbedingt zeigen muss!

Seit letzter Woche bin ich (quasi gezwungenermaßen) ein Smartphone-Nutzer. Der Grund dafür ist, dass ich mich in meiner neuen zweiten Heimat Marburg pausenlos verlaufe. Ich will immer Abkürzungen nehmen und dann ist der Weg zu Ende. Dauernd den Stadtplan aus der Tasche kramen will ich nicht, deswegen musste ein Telefon mit Maps-Funktion her.




In Marburg ist auch der Laden beheimatet, aus dem ich diese entzückende Handytasche habe: AKD. Der Laden ist nicht weniger entzückend, ganz klein und sehr heimelig. Man kann zuschauen, wie die Betreiberin Handytaschen, Mutterpasshüllen, Schlüsselanhänger, Kissen und Kuscheldecken näht und bestickt.




Als ich vor einigen Wochen das erste Mal in diesem Laden war, musste ich ihn mit leeren Händen wieder verlassen. Ich hatte (und habe) keinen Babybauch, kein Iphone, dafür aber Schlüsselanhänger und Kissen. So gern ich also etwas gekauft hätte, ich hatte für nichts Verwendung. (Ich weiß, völlig verrückt, seit wann kauft man nur, wenn man etwas braucht?! Vor Weihnachten beschenke ich mich selbst noch mit einem Kissen von AKD!)

Umso glücklicher war ich, als ich letzte Woche in die Oberstadt gehen konnte, um dieses Filzkleid für mein Telefon zu kaufen.
Ich hatte die Qual der Wahl, war hin und her gerissen zwischen einer bunt bestickten Hülle und dieser hier, hab mich dann aber für die klassische Variante entschieden.

Ein bisschen hoffe ich ja, dass sie bald fusselt oder dreckig wird, dann kann ich mir eine neue kaufen :) Bestickt mit Krone vielleicht!

Innen ist das neue Kleid mit weißem Filz gefüttert, passend zur Blume.




Das Tollste ist aber, man muss nicht mal bis nach Marburg fahren, um bei AKD stöbern zu können, denn es gibt einen Dawanda-Shop.

Da geht zwar das heimelige Gefühl verloren und man kann nicht beim Nähen zuschauen, die Sachen sind aber trotzdem einfach nur toll.

Mittwoch, 26. September 2012

Tassenliebe - Liebestassen

Ich war noch nie ein Sammler.

Bereits als Kind konnte ich mich immer gut von Sachen trennen, die ich nicht mehr gebraucht habe. Auch heute miste ich gerne und oft aus. Vor allem bei Kleidung bin ich strikt. Alles, was ein Jahr nicht mehr getragen wurde, kommt weg. Egal ob teuer, günstig, aufgetragen oder noch mit Etikett.

Auf dem letzten Flohmarkt hatte eine Frau eine lachsfarbene Bluse von mir in der Hand, die am Kragen mit matt-bronzefarbenen Pailetten bestickt war. Wirklich ein wunderschönes Oberteil, aber ich hatte sie genau einmal an - und das war vor 3 Jahren. Der Frau war die Bluse zu klein, sie hat dann 10 Minuten lang versucht, mich zu überzeugen, die Bluse zu behalten. Zum Glück bin ich hart geblieben.
Einige Minuten später fand die Bluse eine andere Abnehmerin. Und die saß letztes Wochenende mit meiner Bluse in einem Café am Nebentisch. Das hat mich so gefreut! 

Ich schweife ab. Ich war also noch nie ein Sammler.

Doch es gibt eine Ausnahme: Tassen. 
Von Tassen kann ich mich nicht trennen. Deswegen gibt es einen ganzen Küchenschrank voller Tassen bei mir. 
Tassen, die zum Frühstücksgeschirr passen.
Eine Tasse aus dem Starbucks in Barcelona - ein liebgewonnenes Urlaubsandenken.
Eine Tasse aus dem Starbucks in Halifax - dito.
Eine Tasse aus dem Starbucks in Puerto Rico - meine Lieblingstasse, ein Mitbringsel von Judith von vor über 10 Jahren.
Greengatebecher.
Tassen für heiße Schoki.
Zu Weihnachten geschenkte Tassen mit Elchen.
Meine ersten beiden eigenen Tassen, die ich mir zum Auszug gekauft hatte.
Eine Heimatliebe-Tasse von Adelheid, ein Geschenk, als ich die Zusage für meine Stelle in Marburg bekam.
Ich liebe sie alle, obwohl die meisten wirklich Gebrauchsspuren aufweisen. Bei einer ist der Henkel abgebrochen (aber hey, Greengate verkauft Tassen ohne Henkel für ein Heidengeld!), einige andere haben Sprünge und die aus Puerto Rico ist am Rand angeschlagen, man kann nur an einer Seite trinken.

Ganz hinten in meinem Tassenschrank habe ich letztens vier klassisch weiße IKEA-Tassen gefunden. Ich kann mich nicht mal mehr erinnern, wann und warum ich die gekauft habe. Aber sie kamen wie gerufen.



Denn bei Pinterest hatte ich die Idee zu diesen Tassen gesehen und für ein befreundetes Paar brauchte ich nachträglich zum Einzug und zum Geburtstag der Freundin ein Geschenk. Zusätzlich zu diesem Kochbuch gibt es für die beiden heute Abend also auch noch eine selbstgemachte Kleinigkeit....




 Gerade für ein Paar, das schon länger zusammen ist und im völligen Vertrauen auf die gemeinsame Liebe lebt, finde ich diese Tassen ein tolles Geschenk. Ich würde uns glatt auch solche Tassen machen, würde der Kerl heiße Getränke mögen. Tut er aber nicht.

Deswegen kann ich sie guten Gewissens herschenken :)







  

Samstag, 22. September 2012

la dolce vita

Als Kontrastprogramm zu einem verregneten Samstag gibt es heute Fotos aus Italien.

Am besten mit einem Milchkaffee und einem Corissant in Erinnerungen an den eigenen Sommerurlaub schwelgen und in Gedanken die warme Sonne auf der Haut spüren...














 














Sollte der Eindruck entstanden sein, wir hätten nur gegessen, rumgelegen und gebadet - genau so war es! Und es war wunderbar :)

Sonntag, 26. August 2012

Es ist Sommer?!

So gern ich reisen gehe, so gern bleibe ich im Sommer hier. Ich mag die gute Laune, die mit der Anzahl der Sonnenstrahlen, die den Sommer einläuten, wächst. Und ich mag wie die Stimmung der geliebten Mitmenschen mit den Temperaturen steigt.. 
Leider scheint der Sommer 2012 sich nicht sicher über die Dauer seines Besuchs sein und so schwankt zumindest meine Stimmung immer im Gleichtakt mit den Temperaturen, und das geht von himmelhochjauchzend (letztes Wochenende) zu zutodebetrübt (dieses Wochenende). 
In solchen Momenten habe ich immer 2 Möglichkeiten: Mich beleidigt unter die Decke auf die Couch zu verziehen und auf den Sommer schimpfen, passend dazu sinkt meine Laune in den Keller und ich finde auch noch 1000 andere Sachen, die mich ja eigentlich gerade nerven (genau dann fällt dem Freund übrigens ein, dass er gaaaanz dringend noch mal raus und weg muss, komisch eigentlich ;)). 
Oder aber ich packe meine liebsten Urlaubserinnerungen aus, die aus der Kiste, ganz hinten im Schrank, wo neben nie abgesendeten Postkarten (der Wille war ja da, aber der Weg zum Briefkasten zu weit), entwerteten Fahrscheinen, Flugtickets, Reisetagebüchern und sonstigen sinn und unsinnigen Souvenirs  auch meine Urlaubsbilder lagern. Ich verzieh mich dann zwar auch gemeinsam mit dieser Kiste auf die Couch, fluche dann aber mitnichten vor mich hin, sondern bin verzückt, wie schön doch die Welt ist und der prasselnde Regen, draußen am Fenster, ja der gehört halt zu einem tropischen Sommer dazu. Und in tropischen Sommern folgt auf Regen eben Sonne. Weiß man doch :) 
Diesen Sonntag habe ich die Kiste wiedermal ausgepackt. Und der gute Laune wegen gleich mal Bildschirmhintergrund des Laptops, sowie des Handys auf ein Sommer, Sonne, Gute-Laune-Bild umgestellt. Nur zur Sicherheit, schließlich könnte ich mich morgen in der Arbeit ja schlecht beleidigt in die Ecke setzen, sollte der Regen noch eine Weile hierbleiben.
SOMMER, wenn du mich hörst... Komm zurück, sonst muss ich doch wieder weg ;) xx Judy
 Western Australia, Rottnes Island
Perhentian Islands, Malaysia