Dienstag, 29. Mai 2012

Holy Cow... oder Around the World mit live, bake & make: 1.Stop, Indien

Dass ich eher die "Umtriebige" von uns beiden bin, das haben wir ja anfangs schon erwähnt. In der Tat liebe ich es unterwegs zu sein, neue Länder, Kulturen, Städte und Menschen zu entdecken und die Momente dort zu genießen, aber auch auf Fotos festzuhalten. 
Schon mit meinen Eltern war es üblich auf die "standardmäßigen" Kurz-Trips nach Italien und Co zu verzichten und stattdessen alle 2,3 Jahre eine größere Reise zu unternehmen. Ihren Anfang genommen hat meine Liebe zu exotischen Kulturen noch im Kindesalter, die erste Reise, an die ich mich mit allen Einzelheiten erinnere, ging nach Marokko im zarten Alter von 7 Jahren. Die Gerüche, Farben und Eindrücke von dort trage ich immer noch in mir, und auch wenn ich es bisher nicht geschafft habe, Afrika, ich komme wieder! 
Seit ca 5 Jahren bin ich immer mal wieder mit dem Rucksack unterwegs, mal alleine, mal in Begleitung vom Freund oder Freunden, ich genieße die Abwechslung, das auf mich gestellt sein so sehr, wie die Eindrücke mit den Liebsten teilen zu können. 
Der letzte Trip (im Februar 2012) ging nach Indien, ein langgehegter Wunsch von mir und so brachen der Freund und ich zu einem, mit 16 Tagen viel zu kurzem, Trip in dieses wahnsinnige Land auf. 
Von Delhi, was mich an Menschen und Emotionen irgendwie schlichtweg überwältigt und überfordert hat, ging es nach Agra. Der Name sagt einem vielleicht nicht so viel wie das, wofür Agra berühmt ist. Das Taj Mahal. Dieses riiiiiesige Mausoleum, gebaut von einem, wohl sehr verliebten, muslimischen Großmogul für seine "Erstfrau", ist wohl eines der bekanntesten und schönsten Gebäuden der Welt. Klar, dass das auf keiner Indien-Reise fehlen darf. Ein kurzer Abstecher in einen Nationalpark später, waren wir auch schon auf dem Weg nach Goa. Wer böses denkt, sei weit gefehlt, Gleitschirmfliegen war die Devise. Das mach ich umtriebiges Ding nämlich auch noch, aber dazu kommt mit Sicherheit die Tage mal mehr.. 

Da Indien so riesig und beeindruckend ist, werde ich die Stops in einzelne Posts packen und zu jedem ein bisschen etwas erzählen, sowie en masse Bilder zeigen. Denn was oder wer ist schon so geduldig wie das www... Vorab schon ein paar Bilder, um einen Eindruck dieses faszinierenden Landes zu gewinnen:
Schlange vor einem Hindu-Tempel, Delhi

obere Reihe: Vor dem Gebet in einer Moschee, Delhi - Lotus-Tempel, Delhi - Holy Cow, Agra
untere Reihe: Herabschauender Hund, Delhi - Das Taj im Sonnenuntergang - Gärtnerin, Delhi

Erdbeereis


Was tun mit einer ganzen Kiste Erdbeeren?







Diese Frage stellt sich, wenn man diese Menge an Erdbeeren allein aus dem Grund kauft, dass man die Kiste zum Basteln haben will...

Die Lösung liegt ganz nah, wenn man - so wie ich - der Eisherstellung verfallen ist :)




Und dieses Erdbeereis ist - ohne Übertreibung - mit großem Abstand das beste selbstgemachte Eis, das ich bisher versucht habe. Und meine Palette an getesteten Eissorten geht von cremigen Eissorten über Fruchteis bis hin zu Frozen Yogurt.

Aber dieses Erdbeereis...




Die frischen Erdbeeren schmeckt man ganz deutlich heraus, ich habe die frischen Früchte nicht zu fein püriert, so dass noch kleine Stückchen im Eis sind.




Erdbeereis

750 g Erdbeeren
100 g Zucker
Mark einer Vanilleschote
300 ml Milch
200 g Sahne
3 Eigelbe
 

Gewaschene, geputzte Erdbeeren mit 50 g Zucker nicht zu fein pürieren. Kühl stellen.

Milch mit Sahne und Vanillemark aufkochen.
Eigelbe mit 50 g Zucker glatt rühren. In die Sahnemilch geben. Über dem heißen Wasserbad cremig rühren.
(Ausführliche Beschreibung zum Cremig-Rühren hier.)
Über dem kalten Wasserbad kalt rühren.
Erdbeerpüree mit Sahnemischung vermengen, 30 Minuten im Kühlschrank durchkühlen lassen.

In der Eismaschine cremig rühren.
Guten Appetit!



Jetzt muss ich mir nur noch überlegen, was ich mit der Kiste anfange... am besten, ich kaufe heute gleich noch einmal ein paar Kisten Erdbeeren. Dann kann ich mehr Erdbeereis machen und aus den Kisten vielleicht sogar ein kleines Gewürzregal bauen...

Montag, 28. Mai 2012

Very Berry

An Tagen wie diesen wünscht man sich Unendlichkeit...

Diesen Song der Toten Hosen hatte ich gestern Abend die ganze Zeit in den Ohren, als wäre er der Soundtrack zu den wunderbaren Stunden, die ich gestern im Kreis meiner Lieblingsmenschen verleben durfte. 

Wäre dieser Song der Soundtrack zum gestrigen Abend, so wäre der Very Berry aus der neuen Sweet Paul der Drink, der die besondere Stimmung beschreibt... erfrischend, sprudelnd, in Hochstimmung versetzend. 




Schon nach dem ersten Schluck waren alle der Meinung, dass dieser Drink unseren geliebten Holundersprizz als neues Sommergetränk No. 1 ablösen wird - und das will was heißen. (Trotzdem werde ich morgen Holundersirup einkochen, Hugo kann man einfach nie genug trinken...)


  

Warme Sonnentage an lauen Abenden mit Freunden bei einem gemeinsamen Abendessen ausklingen lassen - das sind für mich Tage wie diese. Tage, die kein Ende nehmen sollten.

Tun sie dann leider doch, was meistens allerdings kein Grund zur Trauer ist. Denn die darauffolgenden Abende sind häufig noch schöner. Noch wärmer, noch länger, noch perfekter. Und wem verdanke ich das? Meinen Lieblingsmenschen, die die Abende so perfekt machen, wie sie immer sind.

Ich blicke voller Vorfreude auf einen aufkommenden Sommer mit warmen Nächten, lautem Lachen, gutem Essen und natürlich vielen Very Berrys. Cheers!


Very Berry
adaptiert nach Sweet Paul

4 Himbeeren
6 Blaubeeren
1 Limettenscheibe
1 Zweig Rosmarin
3 cl Grenadinesirup
3 cl Wodka
Ginger Ale
Eiswürfel

Himbeeren, Blaubeeren, Limettenscheibe und Rosmarin in ein Glas geben und zerdrücken. Sirup und Wodka zugeben und mit Ginger Ale aufgießen.


PS: Ein Tag mit buttriger Birnentarte und Very Berry erscheint schon dekadent? Ha! Es gab als Nachspeise noch frisches Erdbeereis. Ein Tag im Paradies, unser Pfingstsonntag :)

Sonntag, 27. Mai 2012

Sonntagssüß: Birnentarte

Unser Sonntagssüß diese Woche:

Birnentarte.

Mit den Birnen vom Zitronen-Ricotta-Eis- Foto :)



Das Rezept zu dieser Birnentarte war vor einigen Wochen in der Zeitschrift myself, zusammen mit einem Heidelbeerparfait und einem Zitronenkuchen. Die Ehre für diese Köstlichkeiten gebührt Kathrin von http://photisserie.blogspot.de/, die in ihrem Blog inzwischen sowohl das Parfait als auch den Kuchen, noch nicht aber diese Tarte vorgestellt hat.
(Leider sind die Bilder meiner Birnentarte nicht annähernd so schön wie die von Kathrin, denn meine Birnen sind beim Backen leider bräunlich geworden, tut dem Geschmack aber keinen Abbruch.)

Wie es sich für eine in Frankreich lebende Deutsche gehört, ist Kathrin eine Meisterin der Tarte-Kunst! Selten hat mir eine Tarte so gut geschmeckt, wie diese Birnentarte.




Dies liegt zum eine daran, dass die Tarte verkehrt herum gebacken wird und der Boden richtig schön crunchy wird.
Zum anderen hat der Belag einen verführerisch- buttrigen Geschmack, der davon kommt, dass die Form mit Zucker und Butterflöckchen ausgelegt wird, vor die Birnenscheiben eingeschichtet werden. So sind die Birnen mit einer dünnen Schicht dieses Butter-Zucker-Gemischs glasiert.

 


Und so geht's:

Birnen-Tarte

Aus 120 g kalter Butter, 140 g Mehl, 1 Prise Salz und 2 EL Zucker einen bröseligen Teig kneten. 2 EL Wasser dazugeben und kneten, bis sich der Teig von der Schüssel löst. Zu einer Kugel gerollt 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Birnen waschen, entkernen, in Scheiben schneiden. Den Boden der Tarteform mit 2 EL Zucker bestreuen und 2 EL Butterflöckchen darauf verteilen. (Ich war mit der Butter etwas großzügiger und es hat nicht geschadete, ganz im Gegenteil!)

In der Mitte beginnend Birnen fächerförmig in die Tarteform schichten und mit dem Saft einer halben Zitrone beträufeln. Die Schale der Zitrone abreiben, über die Tarte streuen.

Backofen auf 190 Grad vorheizen.

Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen. Auf die mit Birnen ausgelegte Form legen, andrücken und überschüssigen Teig abschneiden. Teig mit einer Gabel mehrmals einstechen.

Im Ofen 30-40 Minuten backen.

Nach dem Abkühlen stürzen. (Keine Angst, ich hatte auch Panik, klappt wunderbar!)




Freitag, 25. Mai 2012

Fußball Cakepops

Heute in zwei Wochen beginnt die Fußball-EM!
Das allein ist - zumindest für mich - kein Grund zu übermäßiger Freude.

Was aber ein Grund zur Freude ist, ist die Aussicht auf Grillabende mit Freunden, bei denen - zumindest für mich nebenher - Fußball läuft.

Und ein Grund zur Freude ist auch, dass all die Deko- und Essensideen, die ich zum Thema Fußball habe, dann aus meinem Kopf raus dürfen :)




So werde ich wieder diese Fußball-Cakepops machen. Dieses Bild ist im Januar entstanden, als ein Freund die Pops zum Geburtstag bekommen hat. 

Die wirklich leicht zu verarbeitende Glasur, die noch dazu wirklich schneeweiß ist, ist von Pickerd. Die kriegt man in jedem einigermaßen gut sortierten Supermarkt. Ich nehme als Basis bei Pops, die ich hell glasieren möchte, ohnehin einen hellen Teig, dass dieser nicht durchscheint, ein Zitronenkuchen passt also prima zu der Glasur.

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich da eine Backmischung nehme. Nach dem Backen zerkrümle ich den Teig und mische ihn mit Frosting. (100 g Puderzucker mit 100 g Philadelphia und 100 g Butter schaumig aufschlagen. Etwas abgeriebene Zitronenschale dazugeben.)

Die gerollten Bällchen lasse ich mindestens eine Stunde im Kühlschrank abkühlen. Danach mit Glasur überziehen und trocknen lassen.
Das beste an diesen Fußball-Cakepops ist: man muss keine teuren Candymelts o.ä. im Internet bestellen, die einzige etwas aufwendigere Anschaffung ist das schwarze Fondant, das aber auch für ca. 4 Euro bei Amazon zu haben ist.

Das Fondant wird mit einem normalen Nudelholz ausgerollt, mit einem Messer schneide ich Fünfecke auf und klebe sie auf die glasierten Pops, dazu braucht es keinen 'Kleber', die halten von selbst!



Für Cakepop-Neulinge gibt es hier ein tolles Tutorial von der Cakepop-Königin in Person, Bakerella.



  
Das Fußballfeld, in dem die Cakepops stecken, ist ein zweckentfremdetes Sitzkissen von Tchibo. Falls es diese Kissen heuer wieder gibt, bin ich die erste, die da einen ganzen Haufen davon kauft!

Und jetzt ab in das laaaange Pfingstwochenende bei traumhaftem Wetter.
 

Dienstag, 22. Mai 2012

Zitronen-Ricotta-Eis

Die Sonnenstrahlen der letzten Tage und Wochen wecken in mir Lust auf Eis.

Große Lust auf Eis.

Unstillbare Lust auf Eis.

Dieses Eis ist eines meiner absoluten Favouriten: Zitronen-Ricotta-Eis.



Allein wenn ich diese Worte schreibe, läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Zitronen und Ricotta, wie gut kann es noch werden?
Zitronen sind für mich die Frühlingsfrüchte schlechthin. Im Frühling gibt es selbstgemachte Zitronenlimonade, Zitronenhühnchen, Zitronentarte... und nun auch Zitroneneis. Aber nicht das wässrige Zitroneneis, das man aus Eisdielen kennt, nein, dieses Zitronen-Ricotta-Eis ist ein zart-cremiger Genuss.




Und das kleine Papierschirmchen sorgt für das richtige Frühlingsgefühl :) Hach, ich bin entzückt!
Sollte es morgen also tatsächlich gewittern, das Papierschirmchen wird zwar nicht vor Regen schützen, aber doch zumindest Erinnerungen an den Sommerurlaub wecken!




Die Birne auf dem Foto ist zugegenbermaßen etwas irritierend, aber ich find sie passt so schön zur gelben Zitrone :) Die Birne wird übrigens (zusammen mit einigen Artgenossen) dieser Tage zu einer Birnentarte verarbeitet, sie erfüllt also doch noch einen Zweck. Einen sehr leckeren Zweck sogar, wie ich hoffe!




Rezept: Zitronen-Ricotta-Eis

2 Bio-Zitronen
100 g Zucker
150 g Ricotta
2 TL Lemon Curd
200 ml Milch
300 g Sahne
3 Eigelbe (Größe M)

1) Die abgeriebene Zitronenschale mit der Hälfte des Zuckers vermischen.
Zitronen auspressen, Saft mit Ricotta verrühren. Zitronenzucker und Lemon Curd unterrühren. Kalt stellen.

2) Milch und Sahne erhitzen, einmal aufkochen lassen. Eigelbe mit restlichem Zucker in einem Schlagkessel verrühren. Sahne unterrühren und über dem heißen Wasserbad cremig aufschlagen.
Das Wasser sollte nicht kochen, sonst gerinnt das Ei. Das Cremig-Schlagen dauert ca. 10 Minuten.
Die Masse anschließend über dem kalten Wasserbad kalt rühren. Dazu eine große Schüssel mit kaltem Wasser und Eiswürfeln füllen und die Masse darüber 6-8 Minuten kalt rühren.
 Anschließend die vorbereitete Ricottamasse unterrühren. Masse 30 Minuten im Kühlschrank durchkühlen lassen.

3) Eismasse in die Eismaschine füllen und cremig fest gefrieren lassen. Die dafür benötigte Zeit variiert je nach Eismaschine.  

 Eis entweder direkt verzehren oder im Gefrierfach reifen lassen.
Guten Appetit :)

In den Supermärkten in unserer Kleinstadt war leider kein Lemon Curd zu haben, deshalb habe ich es einfach weggelassen - was das Rezept übrigens auch vorschlägt. Ich habe stattdessen zwei Esslöffel Ingwer-Melisse-Gelee (von d'arbo) zugefügt, würde aber künftig eher eine größere Menge hinzufügen. 

Montag, 21. Mai 2012

Sonntagssüß: Joghurtkuchen mit Rhabarber


In der Küche meiner Omi sitzen und Rhabarberkompott essen gehört zu meinen frühesten Kindheitserinnerungen.
Meine Großeltern lebten in einem Haus mit einem riesigen Garten, in dem alle Gemüse- und Obstsorten angebaut wurden, die in unseren Breitengraden wachsen. Das ganze Jahr waren wir versorgt vom Frühling an mit Rhabarber und Bärlauch über den Sommer mit Brombeeren und Salat bis in den Herbst mit Äpfeln und Kürbissen.

Doch dem Rhabarber gilt seit jeher meine große Liebe, weil er Seltenheitscharakter hatte. Meine Mama verabscheut den Geschmack von Rhabarber und bereitet ihn dementsprechend selten zu, mein Papa, der die roten Stangen ebenso liebt wie ich, wagt sich allzu selten in die Küche. Rhabarber bekam ich also nur, wenn ich bei meinen Großeltern war.

Seit ich von zu Hause ausgezogen bin, gibt es bei mir Rhabarber in allen Farben und Formen von der ersten bis zur letzten reifen Stange - sehr zum Leidwesen des Kerls. Rhabarber als Kuchen, als Kompott, im Eis, als süßer Auflauf, der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Diesen Joghurtkuchen habe ich heuer zum ersten Mal gebacken und konnte bereits nach dem ersten Bissen im tiefsten Brustton der Überzeugung sagen: der allerbeste Rhabarberkuchen, den ich je gegessen habe. Ehrlich.

Fluffig, saftig, nicht zu süß, einfach nur gut!

Und das beste ist: kaum Aufwand! Ist der Rhabarber einmal geschnitten, ist der Kuchen so gut wie fertig. Nein, das Allerbeste ist: der Kerl isst ihn mir nicht weg, er mag ja keinen Rhabarber. Wenn der wüsste, was ihm entgeht...




Ich bin fest überzeugt, dass dieser Joghurtkuchen auch ein Liebling meiner Omi geworden wäre, sowohl zum Backen als auch zum Genießen. Um meine Großeltern wenigstens ein bisschen teilhaben zu lassen an diesem Genuss, habe ich den Kuchen auf einem alten Silberteller fotografiert, den ich von ihnen geerbet habe. 

Auf meine Großeltern, die meine Liebe zum Rhabarber geweckt haben!


Joghurtkuchen mit Rhabarber
(aus Annik Wecker: Anniks göttliche Kuchen. Und ja, die Kuchen sind wirklich göttlich! Anfangs hab ich ob des Preises ein wenig geschluckt, aber dieses Buch ist jeden Cent wert! Ehrenwort!)

Rezept für eine Springform

Belag: 500 g Rhabarber, 1 EL Speisestärke, 40 g brauner Zucker
Teig: 200 g weiche Butter, 250 g Zucker, 1/2 TL gemahlene Vanille, Zitronenschale, 4 Eeier, 250 g Mehl, 50 g Speisestärke, 2 TL Backpulver, 1 Prise Salz, 150 g griechischer Joghurt

1) Rhabarberstücke (1 cm breit) mit Speisestärke und Zucker mischen. Backofen auf 160°C vorheizen.

2) Butter mit Zucker, Vanille und Zitronenschale schaumig schlagen. Eier einzeln unterrühren, jedes ca. eine halbe Minute.

3) Mehl, Stärke, Backpulver und Salz in eine Schüssel sieben. Mehlmischung und Joghurt abwechselnd in die Buttermasse rühren. Teig in die gebutterte Springform füllen. Rhabarberstücke auf dem Teig verteilen.

4) Kuchen bei 160°C 60-70 Minuten backen. Ich habe den Kuchen nach 45 Minuten mit Alufolie bedeckt, damit er nicht zu dunkel wird.
Nach dem Abkühlen Form entfernen.

Sonntag, 20. Mai 2012

Munich Rot-Weiß

Dass in München regelmäßig der Ausnahmezustand auf den Straßen ausbricht, ist man gewohnt, wenn man quasi "auf" der Theresienwiese wohnt (Fakt, ich kann, wenn ich denn MUSS, auch nach Hause laufen  :)). Aber was die letzten Tage hier los war, das war fast einzigartig...
Munich Rot-Weiß war das Motto der Stadt in den letzten Tagen und ich muss sagen es ist gelungen. Sehr werbewirksame Maßnahmen verschiedenster Marken und Geschäfte, die Kauflust der Bayern-Fans und die die, es für gestern waren, haben dazu beigetragen, dass hier Oktoberfest-ähnliche Zustände ausgebrochen sind. So lange Schlangen vor den Sportgeschäften und Bayern-Fan-Shops hat man lange nicht gesehen.
 Aber nachdem die Fußball-Lust ja bekanntlich ansteckend ist, und man sich als Münchner nicht dem Trubel in der Stadt entziehen konnte (und wollte), gab es nur die Alternative - MITMACHEN. Rot ist aber nicht so meine Farbe, immenses Geld in das "Fan-sein für einen Tag" investieren wollte ich auch nicht, aber beim Public Viewing war ich dabei.
Klar, dass sich die Hauptstadt mit Herz sich den vielen zugereisten Fans und den 40.000(!!!!!!) Engländern von ihrer schönsten Seite präsentierte, strahlender Sonnenschein, weißblauer Himmel - perfektes Biergarten-Wetter also. Public Viewing gab es überall, allein 65.000 waren im Olympia-Stadion, nochmal 25.000 auf der Theresienwiese, der Biergarten am Wiener Platz ist aber unser bevorzugtes Revier wenn es um Bier (für die Jungs) und Weinschorle für mich geht. Also ab aufs Rad und ab in den Hofbräu-Biergarten ( ich selber trinke kein Bier, von daher bin ich was die bayerischen Brauereien angeht auch absolut Partei- und leidenschaftslos und argumentiere nur nach "gefällt mir oder nicht"). Schon um 3 waren die Plätze mit der besten Sicht auf die Leinwand besetzt, aber die Stimmung, das Wetter, all das hat es trotzdem zu einem grandiosen Tag gemacht, auch wenn das Ergebnis nicht dem entsprach, was sich die Fans (und die Münchner Gastronomen für die Feier danach) erhofft hatten. Wie dem auch sei, Fan sein für einen Tag war toll. Wenn das Wetter mitspielt, bin ich auch bei der Euphorie um die Europameisterschaft dabei!

Samstag, 19. Mai 2012

Mini-Donuts im rot-weißen Kleid

Als deutsches, als bayrisches Madl komme ich heute - obwohl mich Fußball nun wirklich nicht interessiert - nicht umhin, mich vom rot-weißen Fieber anstecken zu lassen.

Meine Mama steht seit heut morgen in der Küche und bereitet Essen in rauhen Mengen vor, dass auch sicher niemand, der heute mit uns Fußball schaut, verhungern muss.
 Mein Papa, der von eher zurückhaltendem Gemüt ist, hat heut nacht so schlecht geschlafen "wie schon seit Wochen nicht mehr."
Der Kerl trägt mit stolzgeschwellter Brust sein Mia san rot-weiß Shirt. Eigentlich verwunderlich, dass er es erst heute morgen ausm Schrank gezogen hat, wo er es doch schon seit Donnerstag besitzt...
Der halbe Freundeskreis is aufm Weg nach München ( - das ist die fanatische Hälfte) und die andere Hälfte rüstet sich für einen Abend vorm Fernseher.

Kurz: Heute sind alle rot-weiß.

Und ich?

Ich auch, wenngleich ungewollt. Denn ich war heut schon aufm Flohmarkt und die Sonne hat mir ein schickes rot-weißes Outfit beschert: knallrote Arme, weiße Ärmelchen. Ein Traum in rot-weiß, sag ich ja :)

Um nicht der Sonne den ganzen Triumph überlassen zu müssen (und um abends nicht mit leeren Händen vor Mamas Tür zu stehen), habe ich kurzerhand kleine rot-weiße Köstlichkeiten gezaubert: Mini-Donuts!


 

Welche Transportmöglichkeit ich nehme, weiß ich noch nicht genau, diese stehen zur Auswahl...




Eine Take-away-Box oder eine Papiertüte...




Zum Glück hab ich noch etwas Zeit, diese wirklich schwierige Entscheidung zu treffen :)






Das Donut-Rezept hab ich im Liebesbotschaft-Blog gefunden, ich hatte keine Zitronenschale mehr und hab dafür ein Tüchen-Citroback in den Teig getan... funktioniert auch super.
Die Glasur ist aufgrund der Spontan-Aktion eine fertige, die ich nicht mehr verwenden werde. Schmeckt nicht wirklich gut!


Auf einen erfolgreichen Fußball-Abend, vor allem für die Münchner Fans wünsch ich mir einen Sieg!

Freitag, 18. Mai 2012

Zur Feier des Tages...



Zur Feier des Tages gibt es Rhabarber-Marzipan-Gugls!
Was gefeiert wird? Na, die Geburtsstunde unseres kleinen, feinen Blogs!
Klein und fein?
Ja, da sind wir schon beim Thema.
Ein kleiner, feiner Blog braucht einen kleinen, feinen Geburtsstunden-Kuchen.
Hier, bitte!



Kleine, feine, fluffige Köstlichkeiten, die auf der Zunge abwechselnd fruchtig und süß sind, eine wirklich tolle Kombination...
Das Rhabarber-Schnipseln macht ein wenig Arbeit, denn die Stückchen müssen wirklich mini sein, aber der Aufwand am Schneidbrett lohnt sich sehr! 




Mögen diesen Gugls der Anfang vieler weiterer Gugls und anderer Leckereien in unserem Blog sein!



Das Rezept ist aus dem Original-Guglbuch, das auch ein tolles Rezept mit frischen Erdbeeren bereit hält (Amarettorahm-Erdbeere, mmmmmhhhh). Ich freu mich schon sehr auf die Erdbeersaison, wenn endlich deutsche Erdbeeren zu haben sind und darauf warten, verbacken zu werden bzw. zu Erdbeertiramisu verarbeitet zu werden.


Rhabarber-Marzipan-Gugl
(für 18 Mini-Gugl)

 Zutaten:
20 g Butter und Mehl für die Formen, 80 g Butter, 80 g Puderzucker, Mark von 1 Vanilleschote, 2 TL Amaretto, 2 Eier, 90 g Mehl, 100 g Rhabarberstangen, Mehl und Puderzucker zum Wenden, 40 g Marzipanrohmasse, 30 g Sahne, 5 g Zucker.

1) Guglform mit Butter einfetten und mit Mehl bestäuben. Backofen auf 210°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

2) Butter mit Puderzucker, Vanillemark und Amaretto glatt rühren. Eier einzeln unterrühren. Mehl sieben.

3) Rhabarber schälen (hab ich nicht gemacht, nur gewaschen), in sehr kleine Würfel schneiden, in Mehl und Puderzucker wenden.
Marzipan in sehr kleine Würfel schneiden und in Mehl wenden, damit sie nicht zusammenkleben.
Sahne mit Zucker steif schlagen.
Mehl, Rhabarber und Marzipan abwechseln in die Eiermasse rühren, Sahne unterheben.

4) Teig in die Guglhupfform füllen (geht am besten mit einem Spritzbeutel) und 16 Minuten backen. Ganz abkühlen lassen, vor man sie aus der Form löst-
Wer mag, kann die Minis noch mit Puderzucker bestäuben.

Die Geburtsstunde von live, bake & make





Judy: Nach gefühlten 20.000 Facebook Nachrichten mit dem Betreff - “hast du den Post schon gesehen, hast du dieses oder jenes schon gebacken und wie hast du das gemacht” - war es endlich soweit, nach einer gefühlten Ewigkeit und einigen Spinnereien haben wir beschlossen, uns endlich mal wieder zu treffen um ein Projekt anzugehen... Ein gemeinsamer Blog. Schon in der Schulzeit waren wir die Backtanten, immer gut für etwas Selbstgemachtes oder Gebasteltes. In den letzten Jahren haben sich die Wege zwar nicht mehr so häufig gekreuzt wie früher, die Interessen blieben aber die gleichen. Eva wurde zudem das Fotografieren quasi in die Wiege gelegt, ich fand meine Leidenschaft hierfür beim Reisen.
Über die oben bereits erwähnten Facebook Nachrichten tauschten wir uns in den letzten Monaten immer wieder regelmäßig aus, wir beide waren auch begeisterte Blog-Leser geworden, und so kamen wir von den üblichen Themen: Leben, Liebe, Backen irgendwann darauf, dass man sich ja auch mal nicht nur als stiller Leser sondern aktiver Mitgestalter im deutschen Blog-Leben beteiligen könnte. Noch dazu überschnitten sich unsere Interessen und Vorstellungen eines Blogs so sehr, dass es nicht mehr lang dauerte, bis einer von uns einen gemeinsamen Blog in Betracht zu ziehen vorschlug. Nach einem Besuch im Lieblings-Treffpunkt von früher und vielen Brainstorming-Kaffees später stand der Name und auch alles andere war geklärt. Live,bake & make war ins Leben gerufen und ich freue mich darauf unsere Ideen endlich in Taten umzusetzen...


Eva: Mit dem Gedanken, selbst zu bloggen, spiele ich schon eine Weile. Da es mir aber wichtig ist, dass Qualität und Quantität der Posts stimmen, wollte ich dieses Vorhaben nicht allein in die Tat umsetzen.
Weil wir zwar viele gemeinsame Interessen haben, aber doch ganz unterschiedliche Leben leben, halte ich die Idee, gemeinsam zu bloggen, für die perfekte Lösung. Seit Monaten, wenn nicht seit Jahren, zeigen wir uns gegenseitig unsere selbstgemachten Schätze, doch stets nur im Privaten, was eigentlich schade ist. Die Zeit, Fotos zu machen und eine gute Beschreibung zu formulieren, nehmen wir uns sowieso. Warum also nicht auch andere teilhaben lassen?
Freunde, Familie und Kollegen bitten immer mal wieder um Rezepte, nachdem sie mit Selbstgemachtem verwöhnt werden. Daher die Motivation, einen Blog einzurichten.
Für mich ist dieser Blog auch die Möglichkeit, unsere Freundschaft auf diesem speziellen Wege zu pflegen, nachdem sich die Wege von Landkind Eva und Stadtkind Judy in Echt nicht mehr ganz so häufig kreuzen. Ich freue mich darauf zu sehen, wie sich das Experiment ‘Gemeinsamer Blog’ in den kommenden Wochen und Monaten entwickelt! Und ich freue mich, regelmäßig Judys Schnappschüsse und Reisefotos zu sehen :)