Freitag, 29. Juni 2012

Post aus meiner Küche I...

... oder der Pakt mit dem Teufel.




Es gibt Tage, an denen sich mein sonst auch schon recht großer Schweinehund zu einem unbesiegbaren Monster aufbläht. An diesen Tagen sitze ich zwar brav meine 9 Stunden am Schreibtisch ab, aber produktiv bin ich nicht. Überhaupt nicht. Nicht im Geringsten.

Spätestens bis zum Mittagessen habe ich dann gemerkt, dass das einer dieser Tage sein wird... dann versuche ich, einen Deal mit mir selbst zu machen. Meistens ist das folgender Deal:
Ich darf etwas ganz Leckeres zu Mittag essen, statt wie üblich etwas Gesundes. Dafür setze ich mich nachmittags hin und schaffe etwas. 

Heute ist so ein Tag.

Heute ist mein Deal mit mir selbst: Einen der unverschämt leckeren Scones von der lieben Julia essen, die meine Post aus meiner Küche Partnerin war. Und dafür nachmittags produktiv sein.


 

Teil eins des Deals ist erledigt.




Teil zwei?

Hm, vielleicht erstmal einen kleinen Powernap, da arbeitet es sich nachmittags bestimmt viel konzentrierter...

Ich sagte ein, ein Pakt mit dem Teufel!

Donnerstag, 28. Juni 2012

Zitronen-Minz-Sorbet

Das Eis der Woche diese Woche mit etwas Verspätung, weil ich aus beruflichen Gründen unterwegs war. Dafür war das Heimkommen umso schöner, denn mein Post aus meiner Küche Päckchen wartete schon auf mich :)

Sogar zwei beerige Leckereien gab es für mich, die ich zum Glück auf Fotos festgehalten habe, bevor sie ratzfatz in meinem Bauch verschwanden.

Als ob ich es gerochen hätte, dass diese Woche noch eine doppelte Kalorienbombe auf mich zukommen würde, gab es am Wochenende kein sahniges Cremeeis bei uns, sondern ein leichtes Sorbet.




Ursprünglich sieht das Rezept ein reines Zitronensorbet vor, ohne Minze. Die Minze in unserem Garten wuchert allerdings so sehr, dass wir mit dem Hugo-Trinken gar nicht nachkommen. Ein neuer Verwendungszweck musste gefunden werden...

Die Kombination Zitrone und Minze ist sicher nicht die Erfindung des Rades, aber sie schmeckt trotzdem einfach super.




War das Himbeer-Frozen-Yogurt schon sehr erfrischend, so erreicht dieses Zitronensorbet ein neues Level an Erfrischung!

Und noch besser: Sauer macht lustig :)

Dieses Sorbet ist quasi ein Alleskönner: Kaloriensparer, Erfrischungsbombe, Stimmungsaufheller. Perfekt!




Aus den Resten vom Wochenende werde ich heute Abend mit etwas Glück noch genau so viele Kugeln machen können, dass das Sorbet mit Prosecco aufgegossen (eine alkoholfreie Variante hab ich auch schon im Kopf) für uns Mädels einen tollen Aperitif gibt.

Diesen Aperititif haben wir uns dann auch verdient, schließlich müssen wir heute Abend nicht nur Fußball gucken, sondern uns zwischen Arbeit und Fußball auch noch um Salate und Beilagen zum Grillen kümmern.




Auf einen warmen, entspannten Fußballabend für ganz Deutschland!


Zitronen-Minz-Sorbet
450 ml Zitronensaft (die ganz Fleißigen können frisch pressen, ich habe den Direktsaft von Biozentrale gekauft)
Schalenabrieb von 1 Bio-Zitrone
225 g Zucker
300 ml Wasser
2 EL Limoncello (wenn Kinder mitessen, einfach weglassen)
eine Hand voll Minzblätter

Wasser mit Zucker und Zitronenschale in einem Topf aufkochen und einige Minuten einkochen, bis eine siurpartige Konsistenz erreicht ist. Abkühlen lassen, dann den Zitronensaft und den Limoncello unterrühren.

Im Kühlschrank durchkühlen lassen.

Minze fein hacken und in die Zitronenmasse geben.

In der Eismaschine cremig rühren.

Freitag, 22. Juni 2012

Quick Lunch

Bei uns ist das Wetter heute unentschieden. Regen? Sonne? Wolken? Alles ist möglich. Was möchte man an so einem Tag zu Mittag essen?

Einen leichten Sommersnack, vielleicht einen Salat oder Obst mit Joghurt?

Oder doch lieber etwas Deftiges, ein Regenessen wie zum Beispiel ein Thunfisch-Sandwich?

Dieses Sandwich ist mein Vorschlag zur Güte, ein Kompromiss.




Vollkorntoast mit Ziegenkäse und Nektarine, dazu einen geschmischten Salat.




Vor das Sandwich getoastet wird, sieht das Innenleben so aus...




Durch das Toasten entwickelt die Nektarine eine fruchtige Süße, die in Verbindung mit dem cremigen Ziegenfrischkäse ein wirkliches Geschmackserlebnis ist.




Eigentlich bin ich kein Fan von Sandwichtoastern, denn die damit üblicherweise gemachten Sandwiches sind meistens einfallslos, geschmacklos, fettig.

Nicht aber diese Version. Ab heute werde ich meinen Sandwichtoaster mit Sicherheit wieder häufiger hervorkramen... vor allem um ein Sandwich zu machen, das wir häufig im Sommer nach dem Abitur gegessen haben - Schoko-Banane mit einem Spritzer Rum. Schon beim Gedanken daran läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Aber das gehört an eine andere Stelle.


Für dieses Sandwich braucht man:
2 Scheiben Vollkorntoast
1 Scheibe Ziegenfrischkäse
1 Nektarine 
Fleur de Sel
frisch gemahlenen Pfeffer
etwas gehackter Rosmarin

dazu:
eine Hand voll gewaschenen, gezupften Salat
1 Karotte
1 Schalotte
Olivenöl
Balsamicocreme

Guten Appetit

Dienstag, 19. Juni 2012

Schokoeis mit Marzipan

Letzte Woche stehe ich Supermarkt an der Kasse. Vor mir kämpft (und ja, das ist das richtige Wort) ein kleines Mädchen mit seiner Mama um ein Milka Tender, das bei der Quengelware liegt. Zwischen dem Geschrei eine schier endlose Diskussion, die Mutter bietet dem Kind an, später selbst einen Kuchen zu backen, doch das Kind bleibt stur.

Der Kuchen aus der lila Packung soll es sein. Dieser und kein anderer. Und selbstgemacht schon gar nicht.

Ich lächle ich mich hinein, froh, dass ich kein schreiendes Kind dabei habe. Und während ich darüber nachdenke, dass ich auch mal wieder einen richtig schokoladigen Kuchen backen könnte, werde ich selbst Opfer der Quengelware. Gedankenverloren lege ich ein mit Schokolade überzogenes Marzipan (= Schwarzbrot. Wusstet Ihr nicht? Ich auch nicht!) in meinen Korb.

Erst zuhause wird mir klar, dass ich gar nicht so recht weiß, was ich mit dem Marzipan anfangen soll. Einfach nur so essen? Langweilig!

Aber der Kerl hatte sich Schokoladeneis gewünscht. Und der Kerl liiiiieeeeebt Marzipan. So ein Glück. Wieso also nicht statt der geplanten Oreo-Stückchen Marzipan-Stückchen ins Eis geben?






 Und diese eher zufällig entstandene Schoko-Marzipan-Eis-Kombination hat es in sich. Das Eis zerschmilzt cremig schokoladig auf der Zunge und bei jedem 'Bissen' schmeckt man, dass wirkliche, echte Schokolade zur Herstellung verwendet wurde. Stößt man auf ein Stückchen Marzipan ist das eine unvergleichliche Kombi.






Leider war es bei diesem Eis wie bei so vielen anderen Leckereien. Schneller weg als gemacht. Das Wetter hat uns aber auch keine andere Wahl gelassen. Bei soviel Sonne muss man viel Eis essen!





Grundsätzlich gilt für selbstgemachtes Schokoeis: kein, aber wirklich absolut kein Vergleich zu Eis aus dem Supermarkt und auch nicht zu einem Großteil der deutschen Eisdielen!

Zwar ist die Herstellung von Cremeeis nicht unaufwendig, aber die Mühe rentiert sich wirklich! Selber machen rentiert sich meistens. Selbstgemacht ist meistens besser. Nein, eigentlich immer.

Hätte das mal nur das kleine Mädchen von der Supermarktkasse gewusst :)





Weil das Wetter zumindest in Süddeutschland immer noch nach Eis ruft (und zwar sehr laut), hier das Rezept:


Schokoeis (mit Marzipanstückchen)
100 g Zartbitterschokolade
200 ml Milch
200 g Sahne
Salz
80 g Zucker
2 Eigelbe
1/2 TL gemahlene Vanille
1 Schwarzbrot (= 60 g Marzipan)

1) Milch, Sahne, eine Prise Salz, 40 g Zucker und die Vanille erhitzen. In Stücke gebrochene Schokolade dazugeben und schmelzen lassen.

2) Eigelbe mit 40 g Zucker verrühren, zur Schokomilch geben und über dem heißen Wasserbad cremig aufschlagen. (Wie das geht, siehe hier).
Danach kalt rühren und im Kühlschrank gut durchkühlen lassen.

3) In der Eismaschine cremig gefrieren lassen.
 Danach ab damit in die Kühltruhe zum Durchfrieren!


PS. Bei Tchibo gehts ab heute eine Eismaschine für unter 30 Euro :)

Montag, 18. Juni 2012

Fußball von Frau interpretiert..

Überraschung.. Es ist EM - und Deutschland ist im Viertelfinale..
Da man sich dem Wahnsinn nicht entziehen kann, gibt es eigentlich nur die Devise mitmachen (siehe auch hier) Der Gruppenzwang besiegt mich da immer sehr schnell und schwupps, ertappe ich mich dabei, wie ich Sweet Paul lesend, tatsächlich auch die nicht-deutschen Spiele verfolge, wenn der Freund mal wieder beim Arbeiten ist..
Noch viel mehr Spaß macht mir aber Public Viewing, sich mit Freunden treffen, essen, trinken und über Fußball fachsimpeln (haha - ich weiß was Abseits ist, aber da hörts schon auf ;)), und das Ganze noch bei gutem Wetter, da fällt es ganz leicht Begeisterung dafür zu entwickeln.
Jedenfalls wollte ich meinem Ruf als Backtante gerecht werden und hab das Thema EM/Fußball mal auf Muffins interpretiert - ein fußballerisches Sonntagssüß sozusagen :)
Basis war ein Schoko-Muffin Rezept, das ich mal vor Jahren irgendwo in mein Back-Heft geschrieben habe, Füllung war dann frei nach Schnauze, ein Teil mit Erdbeern, ein Teil in Deutschlandfarben- es gibt (gab?) momentan ja diese Deutschland M&Ms , die kamen dann ganz patriotisch kurz vorm Backen in den Teig (ich würde übrigens empfehlen, wenn man M&Ms oder ähnliches in den Teig einbacken will - dunklen Teig als Basis zu verwenden, da die Farbe der M&Ms ein bisschen ausläuft, was in hellen Teigen vielleicht nicht so schön aussieht, man aber im Schokoteig einfach nicht erkennen kann..
Hier ein kleiner Einblick der Blog-gerecht fotografierten Deutschland-Muffins, ich hoffe ich kann heut abend noch 2 andere, etwas aufwendigere Varianten nachreichen.


(Im Nachhinein eingefallen: schön wärs auch gewesen, die 3 Farben mit Schokolade, Erdbeeren und Zitronen zu interpretieren - aber es gibt ja immer ein nächstes Mal :)
!!!!!!!!UPDATE!!!!!!!!!
So, hier noch mehr EM -Wahnsinn: Fußball & Spielfeld Muffins 

(der Rasen entstand aus grün eingefärbten Kokosflocken - und weißes & schwarzes Fondant (in 6-Ecke geschnitten und leider leicht in der Sonne angeschmolzen) ergeben die Fußball-Optik.)
Im Übrigen hat mich Anne von gutentag.info darauf gebracht, die Deutschland M&Ms ein bisschen zu zerkleinern und noch EM-Deutschland-Cookies zu backen.. Geniale Idee (ich muss nur noch mal M&Ms kaufen gehen - der Freund hat die restlichen vernichtet :( )
Einen wunderbaren Tag, xx Judy

Donnerstag, 14. Juni 2012

Vollwert-Scones





Vollwert = gesund? Ja!

Gesund = nicht lecker? Nein!


Wir hatten von gestern auf heute Übernachtungsbesuch. Eine meiner liebsten Studienfreundinnen war gestern abend mit mir bei einem Vortrag an unserer ehemaligen Uni und hat im Anschluss bei uns genächtigt.

Weil dieser Besuch wegen beruflicher Beanspruchung und verschiedenen Wohnorten Seltenheitswert hat (was schlimm genug ist), wollte ich sie zum gemeinsamen Frühstück mit etwas Besonderem überraschen. Und das ist mir auch gelungen!




Abgesehen vom vollen Programm mit frisch gepressten Orangensaft und Obstsalat mit Beeren habe ich Scones gebacken. Aber keine normalen Scones, sondern eine Variante, die man ohne Bedenken zum Frühstück servieren kann, ohne einen Zuckerschock zu verursachen.

Im noch ofenwarmen Zustand auf den Tisch gebracht, zerläuft die Butter auf den Scones und allen Beteiligten läuft das Wasser im Mund zusammen.

So darf ein Tag beginnen!







Wer den leicht nussigen und rauchig-süßlichen Geschmack von Vollkornmehl mag (und diesen Geschmack muss man zugegebenermaßen mögen), wird diese Scones lieben.

Wer noch nie mit Vollkornmehl gebacken hat, ist mit diesen Scones als Einstiegsrezept mehr als gut beraten.




Ich persönlich bin ein großer Fan von Vollkornmehl, ich backe auch manche Cookies damit. Nicht nur, weil es gesünder ist (mehr Nährstoffe), sondern weil ich den nussigen Beigeschmack liebe!

Mich wundert es ohnehin, dass Scones nicht schon längst einen Siegeszug durch deutsche Bäckereien, Cafés und Haushalte angetreten haben. Der Teig ist schnell zusammengerührt, die Backzeit ist kurz und das Beste ist: es gibt unendlich viele Varianten!

Basisrezept:
300 g (Vollkornweizen-) Mehl
6 TL Backpuler
40 g Butter
1 TL Grafschafter Goldsirup (kann, muss aber nicht. Alternativ: Zucker)
250 ml Milch

100 g grob gehackte weiße Schokolade (oder dunkle Schoki oder Nüsse oder getrocknete Beeren oder Smarties oder Karamellbonbons oder oder oder...)
eine Handvoll Obst (ich habe 3 Nektarinen verwendet)

Milch zum Bestreichen (kann, muss aber nicht)
brauner Zucker zum Bestreuen (kann, muss aber nicht)

300 g Mehl sieben, mit dem Backpulver mischen und mit den Händen die kalte, in Stücke geschnittene Butter unterkneten, bis der Teig krümelig ist. (Goldsirup hinzufügen). 250 ml Milch dazugeben, kurz vermengen.
Schokolade unterrühren.

Teig aus der Schüssel nehmen, nicht kneten! Auf der bemehlten Arbeitsfläche 2 cm dick ausrollen. Entweder mit einem Glas runde Brötchen ausstechen oder die Teigscheibe als Ganzes auf das Backblech legen und dann in Pizaastücke teilen. (Nur schneiden, nicht auseinander ziehen).
Nektarinenscheiben auf den Teig legen.

Mit Milch bestreichen oder mit Zucker bestreuen.

Im auf 200°C vorgeheizten Backofen 12-15 Minuten backen.

Am besten noch lauwarm genießen!


Ich habe als Varianten auch schon 100 g gehackte Haselnüsse mit 100 g Milchschoki kombiniert, nur gehackte Karamellbonbons zugegeben, nur getrocknete Cranberries und es schmeckt alles super!




Dienstag, 12. Juni 2012

Himbeer-Frozen-Yogurt

Das Eis der Woche: Heute aus der Kategorie (Fast) Gesund :)
Himbeer-Frozen-Yogurt




Dieses Frozen-Yogurt ist die perfekte Abkühlung für heiße Sommertage. Maximaler Fruchtgenuss und dabei kaum Kalorien! (Klingt n bisschen wie ein richtiger Werbeslogan, oder? Is' aber wirklich so!)

Anders als normales Eis, für das Milch und Sahne aufgekocht und über dem heißen Wasserbad schaumig gerührt werden muss, ist die Basis für dieses Frozen-Yogurt schneller fertig, als man gucken kann. Genau richtig, wenn man ohnehin schon auf dem Sprung Richtung Badesee ist. Ruckzuck vorbereitet und dann zum Durchfrieren ab in die Kühltruhe. Kommt man dann nach Hause wird man von dieser kalten Köstlichkeit erwartet... DAS nenn ich mal ein Empfangskomitee!

Außerdem muss man nicht mit dem heißen Herd die ohenhin schon heiße Küche noch heißer machen, gekocht werden muss nämlich nichts!

 


In meinem Freundeskreis zeichnet sich ein ganz eindeutiger Trend ab, was die Vorliebe für unterschiedliche Eissorten angeht. Die Mädels sind alle ganz begeistert von diesem fruchtigen, frischen Himbeer-Frozen-Yogurt, die Jungs dagegen lieben Sahneeis mit Oreo-Stückchen, Schokoladeneis und überhaupt alles mit viel Sahne und sehr süß.

Für einen Mädelsabend oder einen Kaffeeklatsch ist dieses Eis genau das richtige, Männer lassen sich damit nicht so sehr begeistern. Und diese Kerne erst... 
Im Rezept wird empfohlen, die Eismasse durch ein Sieb zu streichen, bevor man sie in die Eismaschine füllt. Ich war zum einen zu faul, zum anderen bin ich der Überzeugung, dass man ruhig merken darf, dass echte Früchte verarbeitet wurden. Und die haben nunmal Kerne.




 Die Jungs können ja die Smarties essen, die übrig bleiben, wenn man die roten und die pinken aussortiert. Tihi.


Himbeer-Frozen-Yogurt

500 g TK-Himbeeren
125 g Zucker
2 TL Zitronensaft
Abrieb einer halben Zitrone
250 g Vanillejoghurt

Die Himbeeren etwas antauen lassen, dann mit dem Zucker und dem Zitronensaft pürieren. Zitronenschalenabrieb unterrühren.
(Fleißaufgabe: Püree durch ein Sieb streichen, um die Kerne heraus zu filtern.)

Vanillejoghurt unter das Püree rühren.

In die Eismaschine geben und durchfrieren lassen.

Sonntag, 10. Juni 2012

Sonntagssüß: Schokoladen-Cookies

... und nicht irgendwelche Schokoladen-Cookies.

Diese Cookies sind nichts Geringeres, als die besten ihrer Art. Die Allerbesten!



Im Kern noch weich, außenrum chewy und am Rand crispy, so wie Cookies sein müssen. Nicht bröselig, krümelig, fest oder zäh. Genau richtig. 




Diese Konsistenz kriegen die Cookies, wenn man die Zutaten nur kurz verrührt. Praktisch, oder? Der gute Geschmack befiehlt uns, nicht viel Zeit auf die Herstellung zu verschwenden. Aber dafür auf das Genießen!
Die Backzeit reicht übrigens genau für einen Milchkaffee und ein wenig Stöbern in der Lieblingszeitschrift :)

Die Möglichkeiten sind zahllos. Als liebevolle Überraschung in der Brotzeitbox der Kinder, eingetunkt in ein eiskaltes Glas Milch als Lernpause, zum zwanglosen Sonntagskaffee (weil Torte kann ja jeder), zerbröselt über Eis an heißen Sommertagen, abends auf der Couch zu selbstgemachtem Eierlikör... 







Am schönsten und gleichmäßigsten werden die Prachtstücke, wenn man den Teig mit einem Eisportionierer portioniert :)
Auf diese Weise haben alle Cookies die gleiche Größe und jeder einzelne wird perfekt von der Konsistenz her.




Das hat auch den Vorteil, dass man saubere Hände behält, weil man den Teig nicht mit dem Finger vom Löffel zu schieben braucht, das erledigt alles der nette Eisportionierer!


Zutaten:
1 Ei
130 g brauner Zucker
1 TL gemahlene Vanille
150 g weiche Butter
125 g Mehl
25 g Kakao
1/2 TL Backpulver
1/4 TL Salz
150 g Schokotröpfchen


Backofen auf 180° C vorheizen.
Ei, Zucker und Vanille verrühren. Butter unterrühren.

Mehl, Kakao, Backpulver und Salz vermischen. Unter die Buttermasse rühren. Schokotröpfchen unterziehen.

Teig mit dem Eisportionierer auf das mit Backpapier ausgelegte Blech geben. Bitte genug Abstand halten, die Cookies gehen auf.

11 -14 min backen, auf einem Gitter abkühlen lassen.

Tip: Wer lieber nur ein paar Cookies aufbacken möchte, dafür öfter frisch, stellt das Blech samt portioniertem Teig in die Gefriertruhe. Nachdem der Teig gefroren ist, kann man ihn in luftdichte Plastikbeutel umfüllen. Das nimmt nicht so viel Platz weg :)

Dienstag, 5. Juni 2012

Zimteis

Zimteis im Sommer?

Gerade dann!




Ich verbinde Zimteis nicht mit Weihnachten, obwohl es wegen der häufigen Verwendung von Zimt in der Weihnachtsbäckerei naheliegend wäre.




Für mich ist Zimteis mit einer meiner liebsten Kindheitserinnerungen verbunden - Sommerurlaub mit Mama und Papa.
Zimteis schmeckt für mich nach Tretboot-Fahren, nach stundenlangem Planschen im See, nach Sonnencreme-Haut und nach stundenlangem Schmökern in Büchern.

Denn direkt am Kalterer See, wo wir jahrelang unseren Urlaub verbracht haben, gab es eine Eisdiele, in der ich jeden Tag ein Eis gekriegt habe. Und ich wollte immer nur Zimteis. 

Letztes Jahr wollte ich dieses unbeschwerte Gefühl des Kind-Seins, der schier nicht enden wollenden Zeit in der Sonne und am Wasser und natürlich den Geschmack von Zimteis wieder erleben. Zusammen mit dem Kerl war ich ein langes Wochenende am Kalterer See, wir haben hervorragend gegessen, uns toll erholt - aber kein Zimteis gefunden.

Die Enttäuschung war groß, als ich feststellen musste, dass es zwar die Eisdiele am See noch gibt, aber kein Zimteis mehr. Auch das beste Waldbeereneis, das ich je gegessen habe, konnte mich nicht trösten.

Denn dass es kein Zimteis mehr gibt, führt mir deutlich vor Augen, was ich nicht immer wahrhaben will. Das unbeschwerte Kind-Sein ist vorbei. Die endlosen Tage ohne Verantwortung, ohne ernste Themen wie Geld verdienen, Auto zum TÜV bringen...

In solchen Momenten wird einem aber auch klar, was das Erwachsenen-Sein ausmacht. Nicht nur Verantwortung, Ernst-Sein, nein! Erwachsen-Sein bedeutet unendliche Möglichkeiten zu haben, viele Dinge zu dürfen, die man als Kind nicht darf.

Dinge selbst in die Hand zu nehmen, sein Glück selbst in die Hand zu nehmen.

Mein Glück selbst in die Hand zu nehmen. Selber für mein Glück in Form von Zimteis sorgen.

Hier also das Rezept für nostalgische Kindheitserinnerungen und für ein Zimteis, das (fast) so gut ist, wie das Eis am Kalterer See.

Dieses Zimteis verbindet für mich das Beste aus beiden Welten. Unbeschwertes Kind-Sein, wenn auch nur für einige Minuten, und die schier unendlichen Möglichkeiten eines Erwachsenen.




Zimteis

300 ml Milch
400 g Sahne
2 gehäufte TL Zimtpulver
1 Zimtstange
4 Eigelbe
100 g Puderzucker

In einem Topf die Milch mit der Sahne und dem Zimtpulver sowie der Zimtstange aufkochen. Im Anschluss 10 Minuten ziehen lassen.

In der Zwischenzeit 4 Eigelbe mit 120 g Puderzucker verrühren.

Zimtstange aus der Sahnemischung entfernen. Sahnemischung mit Eier-Zucker-Mischung verrühren, über dem heißen Wasserbad cremig aufschlagen. Danach Eismasse kalt rühren und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

Abgekühlte Eismasse in die Eismaschine füllen und in 30 Minuten (je nach Eismaschine variiert die Zeit) cremig fest frieren lassen.

Montag, 4. Juni 2012

Sonntagssüß: Apfeltarte

Es gibt Wochenenden, an denen die Zeit verfliegt. Vor allem im Sommer sind meine Wochenenden vorbei, bevor sie beginnen. Gefühlt zumindest. Das liegt an den vielen Sonnenstunden, an länger werdenden Abenden, die genutzt werden wollen, an der Gartenarbeit, an Kaffeeklatsch in der Sonne. 

Das letzte Wochenende war so eines, obwohl das Wetter gar nicht so überragend war. Ganz im Gegenteil sogar. Das Ergebnis jedenfalls ist das gleiche, es blieb keine Zeit für nix.
Und dann fallen Sonntag Nachmittag unangemeldet Freunde zum Kaffee ein. Nix im Haus, keine Cookies, kein Kuchen, kein gar nix.

Doch! Blätterteig im Kühlschrank. Der Tag ist gerettet, das Kaffeetrinken ist gerettet.





Auf jeder Seite des Blätterteigs schneide ich einen schmalen Streifen ab und klebe ihn mit Hilfe eines Eigelbs als Rand auf den Teig. Den Rand mit den Resten des Eigelbs bestreichen und braunen Zucker darauf streuen, das ergibt einen herrlich karamellisierten, knusprigen Rand.




Anschließend zerlasse ich Butter in einem Topf, bestreiche den Teig damit, bestreue auch ihn mit braunem Zucker und streue gemahlene Nüsse darauf.

Dann mit den geschnittenen Äpfeln belegen. Wenn der Vorratsschrank es hergibt, mit Nüssen bestreuen und mit Zitronensaft besprenkeln.

Nach Packungsanweisung des Blätterteigs backen.


Mit einer großen Tasse Café au Lait und in der Sonne sitzend weckt diese Apfeltarte das Gefühl, im Urlaub in Südfrankreich zu sein.
Gut, ich korrigiere mich: Mit einer großen Tasse Café au Lait und in der Sonne sitzend würde diese Apfeltarte das Gefühl wecken, im Urlaub in Südfrankreich zu sein. Denn leider scheint ja keine Sonne. Nein, es regnet Bindfäden.

Aber: wir sind ja Sonnenkinder im Gemüt, deswegen stellen wir uns Sonne und Südfrankreich einfach vor. Und schon kommt sogar in einem deutschen Wohnzimmer Urlaubsgefühl auf. So einfach ist das.

Angesichts der Wettervorhersage für diese Woche bewahren wir uns dieses Gefühl am besten, wir werden es noch dringend brauchen. Jetzt ist Sommer, egal ob man schwitzt oder friert, Sommer ist, was in deinem Kopf passiert. (Wise Guys: Jetzt ist Sommer)



Und das braucht man für ein bisschen Südfrankreich zuhause:
1 Blätterteig aus dem Kühlregal
1 Eigelb
75 g Butter
75 g Zucker
50 gemahlene Nüsse
50 g gehackte Nüsse
4-6 Äpfel
2 EL Zitronensaft


Sonntag, 3. Juni 2012

Hollersirup


Auf einmal ist die ganze Welt voller Holunder.






Und das liegt nicht (nur) daran, dass die Sträucher gerade jetzt durch ihre großen weißen Blütenkelche die Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Vielmehr schärft die Suche nach Holunderblüten die Aufmerksamkeit ungemein. Die letzten Jahre haben wir viel Holundersprizz konsumiert, immer mit gekauftem Holundersirup. Heuer habe ich mir fest vorgenommen, die Geschenke von Mutter Natur anzunehmen, und einfach selbst meinen Jahresvorrat zu sichern.


Im Übrigen haben das auch einige andere Mädels aus meinem Freundeskreis beschlossen, so dass wir diesen Sommer noch mehr Sprizz trinken müssen, als eh schon :)





Das Vorhaben Holundersirup-Einkochen barg für mich drei Überraschung:

- die Welt ist voller Holunder, wie wir schon festgestellt haben

- Sirup einkochen geht ganz fix

- 2,5 Kilo Zucker?? Ist das euer Ernst? Ich werde künftig sparsam sein bei der Dosierung :)



 In eine hübsche Flasche abgefüllt, mit einem schönen Etikett beklebt oder mit einer so entzückenden Banderole, eignet sich dieser selbstgemachte Sirup sehr gut als kleines Gastgeschenk bei Sommereinladungen.

Ich ergänze das kleine Mitbringsel durch Weißwein...



...allerdings nicht durch gewöhnlichen Weißwein!
Ich schenke Wein in einer Miniaturversion, die auch durch ihr liebevolles Design beeindruckt.




Bis jetzt kam die Kombi immer hervorragend an :)




Und so geht's:
(Rezept aus der Myself, ergibt 3-4l)

30 große Holunderblüten gut mit kaltem Wasser abwaschen und in einen großen Topf/ in eine große Schüssel geben. 3 unbehandelte  Zitronen waschen, in Scheiben schneiden und zu den Blüten geben.

2,5 kg Zucker und 80 g Zitronensäure (aus der Apotheke) in 2 l kochendem Wasser auflösen. Über die Blüten gießen.

An einem kühlen Ort zwei Tage ziehen lassen, zweimal am Tag umrühren.

Ein großes Sieb mit einem sauberen Gazetuch auslegen, das Sieb in einen großen Topf stellen und den Holundersud abgießen. Blüten und Zitronen wegwerfen.

Holundersud aufkochen, währenddessen die Flaschen heiß ausspülen und bereit stellen. Holundersirup abfüllen und sofort verschließen.

Bei dunkler, kühler Lagerung hält der Sirup ein Jahr.


Anhänger: von hier
Klebebanderole: von hier
Wein: aus einem kleinen Bio-Cafè bei mir daheim, aber auch hier bzw hier

Freitag, 1. Juni 2012

Ich mag Schilder

Viel mehr gibt´s da auch gar nicht zu sagen.. 
Ich mag Schilder. Ich mag es, mit meiner Kamera (liebevoll auch "Baby" oder "mein Herz" - wenn sie mir mal wieder beinahe runterfällt :) - genannt) unterwegs zu sein, ob im Urlaub, oder an einem ganz normalen Tag in München, um das auf den Straßen stattfindende Leben fest zu halten und wieder ein Auge für das zu bekommen, was man in der Hektik des Alltags oft übersieht. Denn wie ließ Exupéry den kleinen Prinzen schon so schön sagen: "Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für das Auge unsichtbar." Jedenfalls sehe ich, wenn ich mit meinem "Herzen" unterwegs bin, besonders gut, und so fallen mir auch die kleinen Dinge des Lebens wieder mehr ins Auge. Und da ist mir eben aufgefallen, wie viele Schilder es eigentlich gibt. 
Eine kleine Auswahl der "lieben" Schilder... 


Es gibt auch lustige & traurige und noch ganz viele andere Schilder, ich werde hier immer mal wieder Fundstücke meiner Sammlung präsentieren.

Xx Judy