Montag, 9. Juli 2012

Sonntagssüß: Tiramisu

Dieses Sonntagssüß war eigentlich eher ein Samstagssüß.

Allerdings zehre ich auch heute noch von der Erinnerung an dieses Glas voll cremiger Wunderbarkeit.

Tiramisu ist nicht umsonst ein Klassiker der italienischen Küche wie der Nachspeisen weltweit.




Die meisten Nachspeisen-Variationen basieren auf dem gleichen Prinzip, die Kombination aus Keks und Creme, manchmal noch mit Frucht dazu.

Und auch die Tiramisu-Variationen kennen keine Grenzen:
sommerliches Beeren-Tiramisu
weihnachtliches Apfel-Zimt-Tiramisu
Schwarzwälderkirsch-Tiramisu
Kokos-Tiramisu
und
und
und...

Es gibt nichts, das es nicht gibt. Und wie blöd das Wort Tiramisu aussieht, wenn man es so oft liest, oder? :)






Und auch die Variationen des klassischen Tiramisu sind zahlreich:
ohne rohe Eier (böse Salmonellen)
ohne Mascarpone (böse Kalorien)
ohne Amaretto (böser Alkohol)

Doch ein Klassiker ist nicht umsonst ein Klassiker.

Und auch wenn Eier, Mascarpone und Amaretto böse sind, zu einem richtigen Tiramisu gehören sie wie Zimt zu Zucker, wie Erdnussbutter zu Marmelade, wie Schoko zu Banane.

 



Um mir die Arbeit zu erleichtern, und die Löffelbiskuits nicht in die Gläser einpassen zu müssen, verwende ich für ein Erdbeertiramisu Eierplätzchen, die schon passend rund geliefert werden.

Als ich am Samstag bereits zu unchristlichen Zeiten in der Küche stand, um das Tiramisu zu machen, war ich kurz davor, diesen leichteren Weg zu gehen.

Nach kurzer Überlegung waren mir die Löffelbiskuits und deren Fluffigkeit aber die Mühe wert und es hat sich bezahlt gemacht.

Muss es allerdings mal richtig schnell gehen, sind Eierplätzchen eine wirklich gute Alternative.




Dieses Tiramisurezept mache ich seit ca. 10 Jahren, unverändert. Nach keinem anderen Rezept wurde ich so häufig gefragt wie nach diesem Tiramisu (na, doch, vielleicht nach diesen Schokocookies).

Das größte Kompliment, das ich bisher für dieses Tiramisu erhalten habe?

Es sind eigentlich zwei. Der Kerl, der eine ganze Portion, also das volle Kar alleine isst, wenn's sein muss.

Und die Nachbarin der Eltern vom Kerl, die mit einem Italiener verheiratet ist. Denn selbst die hat das alte italienische Familienrezept ihrer Schwiegerfamilie zugunsten dieses Rezepts verbannt. Und das will was heißen!


Hier also das Rezept, mit Kalorien, mit Alkohol, aber ohne Salmonellen :)

500 g Mascarpone
4 Eigelb (frische Eier, am besten direkt vom Bauern)
2 Eiweiß
100 g Puderzucker
2 cl Amaretto
400 g Löffelbiskuits
250 ml Espresso
Kakao zum Bestäuben

Löffelbiskuits mit Espresso bestreichen, bis sie vollgesogen, aber nicht schwammig sind.

Eigelb, Puderzucker und Amaretto zu dicklicher Creme schlagen. Mascarpone unterrühren.

Eiweiß steif schlagen und unterheben.

Creme und Biskuits in je 2 Lagen schichten, wobei unten Biskuits und oben Creme sein sollen.

2-4 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen. Vor dem Servieren dick mit Kakao bestäuben.

 Einfach, oder? 


Anti-Salmonellen-Garantie:
Frisch Eier, Kühlkette nicht unterbrechen, am gleichen Tag verzehren.
Vor allem der Verzehr am gleichen Tag ist kein Kunststück :)

1 Kommentar:

  1. Ich mag mein Tiramisu auch am liebsten so boese wie moeglich :o) Von dem Teufelszeug haette ich jetzt gerne ein Schuesselchen voll.

    liebe Gruessem
    Persis

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